Zu finden ist sie, die sogenannte Pommes Frites, in jeder Kantine, in fast jedem Restaurant und auch in fast jeder Bar. Doch es ist erstaunlich wie sie produziert werden und wie die Klimabilanz dieses Produkts aussieht.
Kartoffeln gibt es in vielen Verarbeitungsformen: als Pell-, Salz- und Bratkartoffel, Kartoffelgratin und als sogenannte Pommes Frites. Kein anderes Gemüse lässt sich so vielseitig verarbeiten. Sicherlich ist hierzulande die beliebteste Form der Kartoffel die frittierte Form.
Klimakampagne: Klimafreundliche Küche
Der Weg der Kartoffel zur Pommes in 9 Schritten
Die Kartoffeln werden…
- in heißem Dampf geschält,
- geschnitten
- blanchiert
- getrocknet
- vorfritiert
- runtergekühlt
- tiefgekühlt
- transportiert
- tiefgekühlt gelagert
und dann werden sie in der Kantine/Küche heiß fritiert und serviert.
So werden aus einem Kilo Kartoffeln (140g CO2) viele klimaschädlichere Pommes (5700g CO2).
Quarks & Co: Wie viel Klima kostet unser Essen?
In Deutschland gibt es leider noch kein landesweites CO2-Label, so dass dem Einkäufer nicht auffällt, wie die Klimabilanz des Produktes ausfällt. Erste Ansätze gibt es bereits in Großbritannien, wie in unserem Beitrag zum Rindfleisch nachzulesen ist Fußabdrücke in der Kantine: Rindfleisch.
Einen CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln hat bereits das Bayerische Verbraucherministerium erstellt. Mit einem CO2-Siegel könnten die Verbraucher laut Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen dazu angeregt werden, mehr heimische Lebensmittel zu kaufen. “Spargel gibt es dann halt nur im Sommer”, sagt er.
Ob die Pommes dann weiterhin den Status der Standardbeilage trotz dieser außerordentlich schlechten Klimabilanz halten kann ist fraglich.
Noch dazu ist die Pommes die ungesündeste Variante dieses eigentlich gesunden Gemüses.
Die Firmenkantine kann hier durch eine Auszeichnung der Gerichte hinsichtlich der CO2 Bilanz die Mitarbeiter informieren, denn der CO2 Fußabdruck von Lebensmitteln sollte bei der Bewirtung mit bedacht werden.
Fußabdrücke in der Kantine: Pommes,
