Gemäß der Welternährungsorganisation der UNO trägt die Nutztierhaltung mehr zur Klimaerwärmung bei als der gesamte Verkehr. Diese Nachricht betrifft auch die vielen Kantinen und Restaurants. Das von Mitarbeiter so geliebte Steak als Klimakiller? Werden doch 51% (Studie vom Worldwatch Institute) aller CO2-Emissionen weltweit bei Herstellung, Transport und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln erzeugt. Und der Anteil der Fleischproduktion an den CO2-Emissionen ist fast 50 mal höher als beispielsweise bei der Gemüseproduktion.
In Deutschland leben circa 13 Millionen Rinder, damit wir immer frisches Fleisch auf dem Tisch z.B. der Firmenkantine haben. Diese stoßen etwa 50 Millionen Tonnen Treibhausgase aus, was 30% der Emissionen des deutschen Autoverkehrs entspricht – egal ob Ökorind oder nicht.
In einer japanischen Studie vom Nationalen Forschungsinstitut für Landwirtschaft wurde herausgefunden, dass bei der Rinderhaltung von der Geburt bis zu Schlachtung der Tiere Gase entstehen mit einer Treibhauswirkung von circa 36 Kilogramm CO2. Zum Vergleich: unser Auto stößt auf einer Strecke von 250km ca. 37,5 Kilogramm Kohlendioxid aus. Nicht mit gerechnet wurde hierbei der Transport des Rindfleisches. Dies setzt sich unter Anderem zusammen aus Energie zur Herstellung des Futters und Methanausstoßes der Rinder bei ihrer Verdauung. Außerdem wirkt sich der Stallmist negativ auf Boden und Wasserqualität aus.
Klimabilanz verschiedener Fleischsorten:
Schweinefleisch & Geflügel: 3,5 Kilo CO2 / Kilo Fleisch
Rindfleisch: 13,3 Kilo CO2 / Kilo Fleisch
Zu der großen Differenz kommt es weil die Rinder Methan und Lachgas produzieren.
Wesentlich besser schneidet dagegen frisches saisonalles Gemüse aus ökologischem Anbau ab, dessen Klimabilanz gerade einmal ein Hundertstel an CO2-Äquivalenten gegenüber Rindfleisch aufweist.
In Schweden wird mittlerweile in Fast Food Restaurants der CO2-Fußabdruck von Gerichten ausgewiesen. In der EU wurde der richtige Weg zur Einführung eines CO2-Labels für Nahrungsmittel, jedoch noch nicht gefunden.
Das Video von 1Live veranschaulicht dies: CO2-Label für Nahrungsmittel.
Für die klimabewusste Firmenkantine kann die Devise also nur lauten, den Konsum von Fleisch auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren und damit den CO2-Fußabdruck zu verringern.
Hierzu gehört als positives Beispiel ausgerechnet die Kantine eines Unternehmens, deren Namen nicht darauf deuten lässt: ist doch der Puma ein reiner Fleischfresser, so sind es seit einiger Zeit viele Mitarbeiter des gleichnamigen Unternehmens nicht mehr! Im Gegenteil die Kantine von Puma unterstützt den Meat free Monday: hier wird montags das Fleisch komplett weggelassen und die Mitarbeiter erfreuen sich gesunder vegetarischer Kost. Initiator dieser Initiative ist der seit über 20 Jahren vegetarisch lebende Ex Beatle Paul McCartney.
Wer persönlich einen Verzicht auf Fleisch aus rein klimatechnischen Gründen in Betracht zieht, sollte die Ökobilanz anderer Lebensmittel im Auge behalten. Zudem sollte darauf geachtet werden, Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu verzehren und beispielsweise auf tiefgekühlte Pommes frittes verzichten, da auch dies einen positiven Effekt auf die persönliche Klimabilanz hat.


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